„Der gute Therapiebegleithund wird nicht nur gezüchtet, er wird geformt, gefördert und ausgebildet. Trotzdem lässt man ihm seine Selbstständigkeit und fordert keine strenge Unterordnung. Für diese Arbeit braucht er Fähigkeiten wie Sensibilität, Empathie und die Fähigkeit zur Kommunikation, die wir ihm nicht zur Gänze beibringen können. Wir spielen bei diesem Termin die zweite Geige, der Hund ist der Star“ (Zähner 2003, S.377)
Ein Therapiebegleithund ist keiner spezifischen Rasse zuzuordnen. Ein Hund wird nicht als Therapiebegleithund geboren und deshalb muss er, unserer Meinung nach, auch keiner bestimmten Rasse entstammen. Das „Mitbringen“ bestimmter Eigenschaften die für die Ausbildung zum Therapiebegleithund erforderlich sind, wie zum Beispiel die Fähigkeit, selbstständig auf fremde Menschen zuzugehen, aktiv menschliche Zuwendung einzufordern und Körperkontakt regelrecht zu genießen bleibt dem Hund über. Wir können diese Faktoren nicht erzwingen, lediglich fördern und positiv bestärken. Man kann den Aufbau solcher Eigenschaften durch eine gute Sozialisierung, Prägung und Ausbildnern unterstützen, in dem wir den Hund an verschiedenste Reize, wie an Personengruppen oder das zukünftige Einsatzfeld gewöhnt und vorbereiten. Die Gehorsamsausbildung des Hundes stellt ebenfalls eine wichtige Rolle für den tiergestützten Einsatz dar. Eine gewisse Regelsicherheit muss im Zuge einer Gehorsamsausbildung gegeben sein.
Genauso wie der Mensch ist der Hund ein Individuum. Ein Therapiebegleithundeteam ist dann in der Lage Einsätze zu tätigen, wenn die Wesensmerkmale und Verhaltensweisen beider aufeinander abgestimmt und eingespielt sind. Nur ein Auftreten als „Team“ macht es möglich, effektiv und zielorientiert zu arbeiten und das ist unser Ziel.
Im Jahr 2013 habe ich mit meinem damaligen Rüden "Connor" meine erste Prüfung zum Therapiebegleithunde- Team gemacht. Mittlerweile habe ich selbst 6 weitere eigene Hunde ausgebildet und bin regelmäßig im Einsatz mit ihnen und seit dem Jahr 2021 habe ich mitunter die Leitung des Ausbildungsvereins "HaTb- Hunde als Therapiebegleiter" übernommen.
Es macht große Freude mit meinen eigenen Hunden anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern- so kann man sein Hobby mit Menschen teilen, denen es nicht möglich ist, einen Hund im Alltag zu halten.
An dieser Stelle möchte ich allerdings erwähnen, dass diese Art der Arbeit sehr viel von unseren Hunden abverlangt und es sehr wichtig ist, unsere treuen Begleiter anderweitig auch gut auszulasten- die tiergestützte Aktivität ersetzt auf keinen Fall einen regelmäßigen, ausgiebigen Spaziergang in der freien Natur und auch die Unterordnung ist nicht zu vernachlässigen!
Mehr zu unserem Verein entdeckt ihr hier www.hatb.at
